So gesehen - Gedanken zur Zeit 2020

Frauenfußball

So gesehen - Gedanken zur Zeit 2020
So gesehen - Gedanken zur Zeit 2020
So gesehen - Gedanken zur Zeit 2020

Serie

  • Erstausstrahlung:
  • Länge: 1 Minuten
  • Sender: Sat.1

Produktion

  • EIKON Nord GmbH
  • Produktionsjahr: 2020
  • Produzent: Anna Reinecke

Kontakt

Eine Produktion der EIKON Nord im Auftrag von Sat.1 und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Frauen hier auf dem Bolzplatz oder sogar noch mit Pokal - früher undenkbar.

Als die Männer im Nachkriegsdeutschland Weltmeister wurden, wollten sie auch ran an den Ball. Statt Kinder, Küche und Kirche lieber kicken und kämpfen.

Dieser Sport aber passe nicht zu Frauen, fanden viele. Fans, Sportreporter und Funktionäre zeigten sich respektlos. Sie sorgten sich öffentlich um die guten Sitten, die Gebärfähigkeit und um die Brüste auf dem Spielfeld.

Anders als von Kritikern erhofft, war Frauenfußball keine kurzfristige Modeerscheinung. In den 1960iger Jahren spielten sie bundesweit schon in 1000 Teams, auch ohne offizielle Erlaubnis. In der DDR war Frauenfußball zwar nie verboten, aber auch nicht besonders gefördert.

Heute vor 50 Jahren hat der DFB den Frauenfußball endlich richtig zugelassen.

Aber: 60 Minuten Spielzeit reichen, und bitte ohne Stollenschuhe. Und es gab auch schon mal ein Kaffeeservice als Siegespreis. 

Fußball ist Freiheit. Schubladendenken und Rollenzwänge passen da nicht. Die Frauen sind dran geblieben. Sie wollten einfach nur spielen. Inzwischen werden sie bejubelt. Auch von Männern. Nach und nach passen die großen Vereine und Verbände sogar weltweit Gehälter und Preisgelder an die Männerwelt an.

Gut so! Zeigt das doch alles, wie Unmögliches möglich wird.

  • ModerationPfarrerin Johanna Friese
  • KameraErik Hartung
  • TonRobert Soldan
  • ProduzentAnna Reinecke
  • RedaktionChristian Engels, EKD

Was uns antreibt

“Dass wir draußen drehen bei den Menschen entspricht mir sehr, so kenne ich es von meiner Radioarbeit. Jetzt im Team kreativ zu arbeiten und in Bildern zu denken, ist eine neue großartige Aufgabe.“

Pfarrerin Johanna Friese