Bilder bestimmen, wie wir die Welt um uns herum wahrnehmen. Und keine Bilder sind so wichtig wie jene, die davon berichten, wie Menschen unterdrückt, verfolgt und getötet werden – Bilder aus Krisengebieten dieser Welt. Doch wie kommen diese Bilder ins deutsche Wohnzimmer und wer wählt sie aus?

Diese Fragen will der Dokumentarfilmer und Journalist Konstantin Flemig mit BilderKrieg beantworten.

Dafür begleitet er mit seinem Team den Kriegsfotografen Benjamin Hiller an Orte, die der normale Bürger eher selten aus erster Hand kennen lernt: In die Flüchtlingslager des Nordirak, wo vertriebene Christen auf ihre Rückkehr warten; in die ruandischen Völkermord-Gedenkstätten, wo noch heute tausende Leichen aus Massengräbern zur Mahnung an die Lebenden herumliegen; und zu den kurdischen Kämpferinnen, die in Syrien dem sogenannten "Islamischen Staat" die Stirn bieten.

Im Mittelpunkt steht dabei der Weg der Bilder: Von den Vorbereitungen über die mühsame Suche nach interessierten Redaktionen und die beschwerlichen und gefährlichen Reisen in die Krisenregionen dieser Welt selbst, bis hin zur Auswahl durch die Bildagenturen und Redakteure, die tausende Kilometer weit weg entscheiden müssen, welche Fotos der Leser sehen will – und welche nicht.

BilderKrieg bietet einen hautnahen Einblick in die alltäglichen Herausforderungen, die sich einem freiberuflichen Kriegsfotografen in Zeiten von Facebook und Zeitungssterben stellen – und den Versuch zu verstehen, wieso ein Mensch sein Leben und seine Gesundheit aufs Spiel setzt, um Bilder zu machen, für die er später ganze 30 Euro pro Stück bekommt. Wenn überhaupt.

Eine Gemeinschaftsproduktion von Eikon Südwest, der Filmakademie Baden-Württemberg und dem SWR für die Reihe Junger Dokumentarfilm in Zusammenarbeit mit der MFG Filmförderung Baden-Württemberg.