Justice

Die tödliche Dosis - Sterbehilfe in Deutschland

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Trailer: Die tödliche Dosis - Sterbehilfe in Deutschland
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Moderatorin Julia Scherf: "Wie werden wir sterben?"
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Angehörige Ilona Wendt: "Wer soll denn helfen?"
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Sterbehilfe in Deutschland - es bestehen viele rechtliche Grauszonen
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Serie

  • Erstausstrahlung:
  • Länge: 30 Minuten
  • Sender: RTL

Produktion

  • EIKON Nord GmbH
  • Produktionsjahr: 2014
  • Produzent: Thorsten Neumann

Kontakt

Um zu überleben, braucht er starke Schmerzmittel. Unzählige Tabletten Tag für Tag gegen den Krebs. Der pensionierte Arzt möchte selbstbestimmt leben und selbstbestimmt sterben. „Die tödliche Dosis Tabletten liegt bereit.“ Sterbehilfe ist in Deutschland ein umstrittenes Thema. Stichworte dieser emotionalen Debatte sind selbstbestimmtes Sterben, organisierte Sterbehilfe und Palliativmedizin. Die Politik beschäftigt sich ab dem Herbst 2014 mit dem Thema. Es treffen extreme Positionen aufeinander, die sogar schon zu einem Säureattentat geführt haben.

Wirklich betroffen aber sind vor allem die Menschen, die unheilbar krank sind. Und ganz besonders ihre Angehörigen.

Die Justice-Reportage zeigt, wie eine Mutter ihren Sohn bittet, Sterbehilfe in der Schweiz zu organisieren. „Das muss man sich mal vorstellen. Ich sollte das Ableben meiner Mutter organisieren! Das ist doch grausam.“ Die Freundin der Frau ist Pastorin: „Ich möchte einen anderen Weg gehen. Ich nehme den Wunsch meiner Freundin schweigend hin und akzeptiere ihn mit Respekt.“

In juristischen, theologischen und philosophischen Debatten wird diskutiert, ob aus dem „Recht auf Leben“ eine „Pflicht zu leben“ entstehen kann. Darf man das eigene Leben selbstbestimmt beenden und dafür Hilfe verlangen?

In der Reportage geht es um widersprüchliche Rechtsgüter: Lebensschutz und Selbstbestimmung über den eigenen Körper.

Persönliche Anmerkungen des Autors – kein Drehbericht

Vor vielen Monaten habe ich meine Recherchen zum Thema Sterbehilfe in Deutschland begonnen. Es war zugegebenermaßen eine außergewöhnlich lange Zeit bis zum ersten Drehtag. Ich wurde dann von sterbenskranken Menschen gebeten, über ihre verzweifelte Situation am Lebensende öffentlich zu erzählen. Angehörige, die helfen wollten, es aber nicht konnten – sie waren bereit, mit mir in einer so schweren Lage zu sprechen. Dafür danke ich ihnen. Ich habe aber gleichzeitig großes Verständnis für Palliativärzte, für Palliativstationen, für Hospizeinrichtungen, die nicht mit dem Thema Sterbehilfe in Verbindung gebracht werden wollten und mir deswegen abgesagt haben. Sie fürchteten, dass ihre aufopferungsvolle und liebevolle Hilfe missverständlich dargestellt werden könnte.

Gerade deswegen sind eine öffentliche Auseinandersetzung mit dem Thema Sterbehilfe und eine Debatte darüber im Parlament ungeheuer wichtig.

Oft fehlt es hierzulande zudem an notwendiger Aufklärung.

Ich wusste vor dieser Justice-Folge nicht, wie man beispielsweise an Informationen über die sogenannte Patientenverfügung kommt. Dass das kostenlos und sehr verständlich bei der Gesellschaft für humanes Sterben möglich ist, will ich an dieser Stelle gern weitergeben.

Meine Empfehlungen für diejenigen, die sich darüber hinaus mit dem Thema beschäftigen möchten:

Buch

“Wie sterben? Zur Selbstbestimmung am Lebensende. Eine Debatte”

Michael Friess (HG.)

Unter Mitarbeit von Markus Reutlinger

Gütersloher Verlagshaus

ISBN 978-3-579-06849-7


DVD:

“Notausgang”

Eine Dokumentation über Sterbehilfe

Medienprojekt Wuppertal e.V.

Jugendvideoproduktion und –vertrieb

 

  • ModerationJulia Scherf
  • AutorAndreas Kuno Richter
  • KameraChristian Büttner
  • KameraErik Hartung
  • KameraClaudia Rauch
  • SchnittChristian Büttner
  • Musik/KompositionChristoph M. Kaiser
  • AnimationTina Obladen
  • ProduktionsleitungSusanne Gerriets
  • ProduzentThorsten Neumann
  • RedaktionStefan Suchalla