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Die Pille und ich

Über Mädchen, Lifestyle, Sexualität und Verhütung

Dokumentation

  • Erstausstrahlung:
  • Länge: 52 Minuten

Produktion

  • EIKON Nord GmbH
  • Produktionsjahr: 2012
  • Produzent: Thorsten Neumann

Kontakt

Eine Produktion der EIKON Nord im Auftrag von arte.

Als die Pille vor über 50 Jahren auf den Markt kam, wurde sie zum Symbol der sexuellen Revolution. Heute ist sie eine Lifestyle-Droge. Denn Mädchen und junge Frauen nehmen sie in erster Linie, um sich schön zu schlucken. Die Pharmaindustrie richtet ihr Marketing darauf aus: Sie verspricht den jungen Frauen neben einer sicheren Verhütung schöne Haut und Haare und ganz nebenbei auch eine leichte Gewichtsverringerung.

Der Film begleitet 14 – bis 18-jährige Mädchen in ihrer Freizeit, bei Aufklärungsprojekten und in ihrem Alltag mit der Pille. Bei manchen von ihnen erfüllte die Pille auch schon ihren verhütenden Zweck, doch für die meisten dient das Mittel in erster Linie dazu, das Aussehen zu verbessern oder die Lebensqualität zu steigern. Manchen Mädchen im Film ist deshalb gar nicht klar, dass die Pille auch verhüten kann.

Aber die neuesten, sogenannten Lifestyle-Pillen stehen unter dem Verdacht, dass Thromboserisiko zu erhöhen. Susan Tabbach ist eine von vielen Pillengeschädigten. Sie erlitt nach Einnahme eine Lungenembolie. Ihre Frauenärztin hatte ihr von der riskanten Pille vorgeschwärmt, ihr die Vorzüge schmackhaft gemacht, schön und schlank durch sie zu werden.

Professor Glaeske von der Universität Bremen glaubt, dass sich unsere Gesellschaft in eine Pillengesellschaft verwandelt: es gibt Tranquilizer gegen Nervosität, Vitamin-Pillen bei falscher Ernährung und schon erscheint die nächste Pille am Pillen-Himmel. Doch mit der selbstverständlichen Einnahme des Verhütungsmittels werden Mädchen schon früh an diese Pillengesellschaft gewöhnt. Und die Mädchen möchten auf das Medikament nicht mehr verzichten. Denn welche junge Frau möchte nicht schön sein und ohne große Anstrengung ihre Lebensqualität verbessern? Das Glück kommt aus der Pillendose – und die Antibabypille macht es möglich.

  • AutorKatrin Wegner
  • KameraChristl Pullmann
  • KameraClaudia Rauch
  • SchnittDirk Farin
  • AnimationWolfgang Morell, kawom!
  • ProduktionsleitungSusanne Gerriets
  • ProduzentThorsten Neumann
  • ProduzentUlli Pfau
  • RedaktionSabine Rollberg

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