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37 Grad: Schwanger - und jetzt?
Ein Kind verändert alles.
Ein Film von Uta Claus.
Dienstag, 17. Mai 2011 um 22:15 Uhr im ZDF
Alex ist geschockt. Erst der Teststreifen aus dem Drogeriemarkt und dann die Bestätigung durch den Frauenarzt: sie ist schwanger! Ausgerechnet jetzt, wo sie noch mitten im Studium ist! Und der Freund in Neuseeland lebt. Was wird er dazu sagen? Kann er sich jetzt schon vorstellen, Vater zu werden!? Alex quälen Fragen. Soll sie das Kind bekommen oder einen Abbruch vornehmen lassen? Soll sie die Eltern einweihen? Und wie wird ihr Umfeld reagieren, ihre Freunde, ihr Bruder? Sie ist hin- und hergerissen, vertraut sich aber schließlich ihren Eltern an. Mit deren Unterstützung und der ihres Freundes versucht Alex, eine Entscheidung zu treffen, die sich für sie „richtig anfühlt“.
Alex gehört zu den Tausenden deutscher Frauen, die jedes Jahr ungewollt schwanger werden und sich mit der Frage quälen, soll ich abtreiben oder nicht. 2009 wurde jede achte Schwangerschaft vorzeitig beendet, insgesamt 110.000mal. Vier Jahrzehnte ist es her, dass viele auch prominente Frauen sich öffentlich zur Abtreibung und gegen die Kriminalisierung durch den Paragrafen 218 bekannten und so eine Gesetzes-änderung erreichten. Danach ist der Abbruch zwar nach wie vor rechtswidrig, bleibt aber in den ersten drei Monaten straffrei, wenn sich die Frau vor der Abtreibung ausführlich beraten lässt. Die Frauen haben es also "leichter", einen Abbruch machen zu lassen als früher. Aber machen sie es sich auch leichter? Bis heute ist der Schwangerschaftsabbruch immer noch ein gesellschaftliches Tabuthema, belastet mit Schuldgefühlen und Selbstzweifeln.
Das heutige 37° beschäftigt sich am Beispiel von drei Frauen unterschiedlichen Alters mit der Frage, wie und nach welchen Kriterien sich heute Frauen für oder auch gegen eine Abtreibung entscheiden? Und wie sehen es die Frauen Jahre später? War es richtig, abgetrieben zu haben?
Mehr Informationen erhalten Sie unter 37grad.ZDF.de.
Eine Produktion der EIKON Nord im Auftrag des ZDF.
Buch und Regie: Uta Claus
Kamera: Wolfgang Lindig
Ton: Bettina Jenchen
Sprecherin: Hansi Jochmann
Musik: Thorsten Reibold
Produktionsleitung: Susanne Gerriets
Produzenten: Thorsten Neumann, Ulli Pfau
Redaktion: Maria Fu