Dokumentation RTL 

Ein Film von Andreas Kuno Richter

"Hass. Warum Jugendliche rechte Killer werden - Schüler suchen Antworten." 

Jena. Thüringen. Im Neubaugebiet Lobeda setzen sich Schüler der 11. Klasse in einem Videoworkshop mit dem Thema "Hass und rechte Gewalt." auseinander. Angeleitet vom Streetworker Thomas "Kaktus" Grund beschäftigen sie sich zuerst mit der Kamera- und Filmschnitttechnik. "Kaktus" kann aus eigenen Erfahrungen viel erzählen und seine Amateurfilme aus den 80er und 90er Jahren zeigen. In diesen  Szenen gibt es viele konkrete Beispiele, um über das Thema ins Gespräch zu kommen.

Vor zwanzig Jahren mussten sich "Kaktus" und andere Sozialarbeiter intensiv mit rechten Jugendlichen auseinandersetzen.

Beate Zschäpe, Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt - waren damals im Stadtteil Winzerla im Jugendklub "Hugo". Neben den Blicken in die Vergangenheit befragen die SchülerInnen nicht nur den Streetworker. Sie besuchen den Oberbürgermeister von Jena, gehen ins Stadtfernsehen und in die Junge Gemeinde. Die Teilnehmer des Medienworkshops reisen auch nach Leipzig zu Sebastian Krumbiegel von den "Prinzen". Sie kommen in Berlin mit dem Bundesbeauftragten für die Stasiunterlagen ins Gespräch. Ein Nazi-Aussteiger erzählt von "Exit-Deutschland" und warnt vor rechter Gesinnung. Die Jugendlichen aus Jena-Lobeda setzen sich im ganz privaten Umfeld mit dem Thema auseinander - immer "ausgerüstet" mit einer Video-Workshop-Kamera. Die SchülerInnen zeigen ihre Schule, ihr Wohngebiet. Sie erzählen von der Freizeit, von den Familien, von Freunden. Sie stellen ihre Stadt vor, in der sie gern leben - Jena in Thüringen.

Status: abgedreht

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