So gesehen – Talk am Sonntag

Sonntag, 29.04.2012, 09:00 Uhr in SAT.1

Gast: René Kollo, Wagnertenor

Er war Schlagerstar und Teenie-Idol, hat mit Harald Juhnke gedreht und schließlich eine Weltkarriere als Tenor gemacht – René Kollo ist weit über Deutschlands Grenzen hinaus bekannt. Scheinbar mühelos wechselt der Sänger zwischen Unterhaltungsmusik und der Welt der klassischen Oper. Doch was so leicht aussieht, war für Kollo harte Arbeit. Nahezu tägliche Proben und abendliche Aufführungen sind körperlich und psychisch anstrengend. „Sie sind immer in Klausur. Sie sind immer unter dem Druck: Kann ich das morgen noch? Wird das klappen? Wird das gut sein?“

Musik berührt ihn nach all den Jahren noch immer zutiefst: „Der Anfang der Matthäus-Passion ist für mich ein Wunder.“ Und auch Glaubensfragen faszinieren ihn: „Die Ambivalenz von Gut und Böse ist das Thema eigentlich in allen großen Opern, die Frage: sind wir aufgeklärt und wollen alles wissen oder können wir einfach glauben?“ Seine Antwort: „Das lernt man ja auch in seinem Leben, dass man Momente hat, wo man sich sagt: Wieso? Wo kommt das her?“

Mit seiner letzten CD „Großer Gott, wir loben dich“ ist Kollo seit Jahren immer wieder auf Tour. Besonders schätzt er Kirchen als Auftrittsort. „In der Oper sehen Sie nichts vom Publikum, da ist der riesige Orchester-graben dazwischen. In den Kirchenkonzerten haben Sie das Publikum ganz persönlich vor sich.“

 „Musik ist etwas Göttliches, etwas Unerklärliches.“

René Kollo bei
„So gesehen - Talk am Sonntag“ mit Moderatorin Julia Scherf
29. April 2012, 09:00 Uhr in SAT.1






Arte Themenabend "Pille, Power und Parolen"
Dienstag, 24. April 2012 ab 20:15 Uhr

EIKON Nord stellt zwei brisante Dokumentarfilme vor, die das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten.

Als die Antibabypille vor über 50 Jahren auf den Markt kam, nahm sie den Frauen die Angst vor ungewollter Schwangerschaft und brachte ihnen sexuelle Freiheit. Heute dient sie in den Industrienationen nicht nur der Verhütung, sondern ebenso oft als Appetitzügler oder Kosmetikartikel. In den Entwicklungsländern bietet sie hingegen oft die einzige Möglichkeit der Familienplanung und den Frauen die Freiheit der eigenen Lebensgestaltung. Die Pille kann ein Hilfsmittel sein, um den Kreislauf von Kinderreichtum und Armut zu durchbrechen.

Der ARTE-Themenabend "Pille, Power und Parolen" dokumentiert das Leben junger Frauen und ihr Verhältnis zur Antibabypille in verschiedenen Kulturkreisen.


"Die Pille und ich - Über Mädchen, Lifestyle, Sexualität und Verhütung"
Ein Film von Katrin Wegner
Arte, 24. April 2012 um 20:15 Uhr

Die Dokumentation begleitet 14- bis 18-jährige Mädchen in ihrer Freizeit, bei Aufklärungsprojekten und in ihrem Alltag mit der Pille. Bei manchen von ihnen erfüllt die Pille auch schon ihren verhütenden Zweck, doch für die meisten dient sie in erster Linie dazu, das Aussehen zu verbessern oder die Lebensqualität zu steigern. Einige der neuesten, sogenannten Lifestyle-Pillen stehen aber unter dem Verdacht, Risiken für die Gesundheit zu bergen, zum Beispiel Thrombosen zu begünstigen. Für die Pharmaindustrie ist das dennoch ein lukratives Geschäft. Mit der selbstverständlichen Einnahme von Verhütungsmitteln werden Mädchen schon früh an eine Pillengesellschaft gewöhnt. Und sie möchten auf das Medikament nicht mehr verzichten.

"Sind wir bald zu viele? - Familienplanung und Bevölkerungsexplosion"
Ein Film von Jörg Daniel Hissen
Arte, 24. April 2012 um 21:0
5 Uhr

Sieben Milliarden Menschen leben inzwischen auf der Erde. Das Bevölkerungswachstum scheint ungebremst trotz aller Maßnahmen der Familienplanung, die seit den 60er Jahren - unter anderem auch mit Hilfe der Antibabypille - in die Wege geleitet wurden. Die Dokumentation erzählt die Geschichte der Familienplanung und wirft gleichzeitig einen Blick auf ein aktuelles Projekt in Indien, das die Rolle der Frau in der indischen Gesellschaft in den Mittelpunkt rückt.
Dabei stellt Filmemacher Jörg Daniel Hissen in eindringlichen Bildern die Realität junger Frauen im indischen Bundesstaat Bihar vor und beleuchtet die Erfolgschancen moderner Familienplanung.

Produktionsleitung: Susanne Gerriets

Produzenten: Ulli Pfau, Thorsten Neumann

 

ZDF 37 Grad

 

6.12.2011 22:15 Uhr

Rufmord im Internet

Cybermobbing unter Jugendlichen

"Im Internet steht, dass ich die größte Schlampe der Schule bin, weil ich mit jedem, der mir über den Weg läuft, schlafen würde." Ninti (15) wird im Internet gemobbt: In Foren wie I share gossip wird sie von Mitschülern mit vollem Namen gennant und beschimpft. Ninti kann niemanden zur Rede stellen, denn die Verursacher bleiben anonym. "Alle können es lesen und sie glauben, was da steht. Wenn ich in die Schule komme, tuscheln sie über mich. Jungen kommen auf mich zu und fragen, ob ich das, was im Internet steht, auch mit ihnen machen könnte."

Laut Forsa-Umfrage wird jedes achte Kind in Deutschland gemobbt. Andere Studien gehen sogar davon aus, dass in neun von zehn Schulklassen wochenlang ausgegrenzt und gedemütigt wird. Neu sind die zusätzlichen Mittel, um zu verletzen: per SMS oder übers Internet. Durch den Einsatz neuer Medien sind die Hemmungen gefallen, denn übers Internet lässt sich auch nach Schulschluss schnell und ungeniert etwas verbreiten, das viele Mitschüler erreicht, ohne es direkt, von Angesicht zu Angesicht behaupten zu müssen.

Die 37°-Reportage Rufmord im Internet begleitet drei Jugendliche, die unter Mobbing leiden und geht der Frage nach, wie dieser Psychoterror überlebt werden kann. Wie reagieren Eltern und Lehrer und welche Lösungen und Auswege finden die Jugendlichen schließlich, um aus ihrer Opferrolle heraus zu finden?

Ein Film von Katrin Wegner

Redaktion: Silvia Schmidt-Kahlert

Produktionsleitung: Susanne Gerriets

Produzenten: Ulli Pfau, Thorsten Neumann

 

 

Das Redaktions-Team der Eikon Nord bei der letzten Aufzeichnung von "So gesehen - Talk am Sonntag" in Berlin. 

Jasmin Heike, Anna Reinecke, Julia Scherf, Mareike Manecke


 


 

Autor Andreas Kuno Richter mit dem bayerischen Fernsehpreis für die EIKON Nord Produktion "Der Verrat" ausgezeichnet

Andreas Kuno Richter wurde vom bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer für seine herausragende Autorenleistung bei der EIKON Nord Produktion "Der Verrat" ausgezeichnet.

In der Dokumentation "Der Verrat" erzählt Autor Andreas Kuno Richter die Geschichte von Kindern und Jugendliche, die von der Stasi als Spitzel missbraucht wurden. Einundzwanzig Jahre nach dem Mauerfall brechen einige ihr Schweigen. Zwei von ihnen sind Nina und China. "Sie haben mir drei Jahre meiner Jugend gestohlen!", sagt Nina (44). Mit vierzehn wird das Mädchen zum Spitzel, wie mindestens zehntausend weitere Kinder und Jugendliche in der DDR. Stasi-Mitarbeiter setzen die minderjährige Nina unter Druck: sie wolle doch eine gute Ausbildung und ihre Mutter solle doch ihre Arbeit behalten.

Plötzlich kommt Ninas Freundin China ins Gefängnis. Über 20 Jahre lebt Nina mit der Überzeugung, sie hätte Verrat an ihrer Freundin begangen. Andreas Kuno Richter hat die ehemaligen Freundinnen im Film wieder zusammen geführt. "Die Staatssicherheit hat Freunde auseinander gebracht", so Richter, "wenn heute Nina und China hier im Publikum sitzen, wieder als Freundinnen, dann macht mich das sehr glücklich".

"Der Verrat" ist eine außergewöhnliche RTL-Fernsehdokumentation.

"Ich denke, man sollte dieses Kapitel der deutschen Geschichte nicht vergessen", so RTL-Chefredakteur Peter Kloeppel, "und dazu hat Andreas Kuno Richter einen wichtigen Beitrag geleistet".

von links: Produzent Thorsten Neumann, "China", Andreas Kuno Richter, "Nina"

Die EIKON Nord bedankt sich für das Vertrauen unserer Medienpartner RTL und EKD in die Art und Weise, mit der wir unsere Geschichten erzählen.

Wir bewundern den Mut aller, die in dieser Dokumentation erstmals ihre Geschichte erzählen.

Geschichten sind Teil unserer Identität. Verständnis, wenn nicht sogar Vergebung für angetanes Unrecht beginnt damit, dass Menschen angstfrei ihre Geschichten erzählen können. Und Versöhnung ist möglich, das dokumentiert dieser Film.

Wir gratulieren Andreas Kuno Richter zu der Auszeichnung und danken ihm dafür, dass er sich so liebevoll und beharrlich für dieses Thema engagiert hat.

Diese Herangehensweise macht den Film außergewöhnlich.

 

Der Verrat
Wie die Stasi Kinder und Jugendliche als Spitzel missbrauchte
Ein Film von Andreas Kuno Richter
47 Minuten
Kamera: Erik Hartung
Ton: Anne Gebhardt
Set-Helfer: Julius Brauer / Franz Kotte / Christian Brechler
Schnitt / Montage: Daniel Probst
Musik: Shorty Gerriets
Sprecher: David Nathan
Produktionsleitung: Susanne Gerriets
Produzent: Thorsten Neumann
Redaktion: Dieter Czaja /RTL, Christian Engels /EKD

Vielen Dank an
BStU und Sächsisches Staatsarchiv

Eine Produktion der EIKON Nord GmbH in Zusammenarbeit mit der EKD im Auftrag von RTL © 2010

 

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